Knochenmarktransplantation

Knochenmarktransplantate ersetzen die abnormen Zellen in Ihrem Knochenmark durch gesunde Stammzellen. Dies erlaubt Ihrem Körper, normale Spiegel von weißen Blutkörperchen zu erzeugen.
Es gibt zwei Arten von Transplantationen:

 

Die Allogene Knochenmarktransplantation (Spender-Stammzellen)

Eine allogene Knochenmarktransplantation ist die Behandlung, die CML am wahrscheinlichsten heilt. Für diesen Vorgang werden gesunde Stammzellen aus dem Knochenmark oder Blut eines Spenders verwendet. Jedoch können

aus vielen Gründen nur ungefähr 20 % der Patienten eine allogene Transplantation bekommen, u.a. wegen Fehlens eines passenden Spenders im Alter des Patienten.

 



Ein Spender stellt gesunde Knochenmarkzellen zur Verfügung.

Der Patient erhält eine Chemotherapiebehandlung, um alle Leukämiezellen in Ihrem Körper zu zerstören.

Die gesunden Knochenmarkzellen werden dann in Ihren Körper injiziert.

Die autologe Knochenmarktransplantation

Eine autologe Knochenmarktransplantation verwendet Ihre eigenen Stammzellen. Diese werden Ihrem Körper entnommen, wenn Sie frei von allen Krankheitszeichen sind. Nach der Behandlung mit hochdosierten Chemotherapeutika, mit oder ohne Bestrahlung, werden die Zellen wieder in Ihren Körper eingesetzt. Wie schon die allogene Transplantation, ist auch diese Prozedur nicht bei allen Patienten möglich.

 



Der Arzt entfernt einige gesunde Knochenmarkzellen am CML-Patienten selbst, wenn er eine sehr niedrige Anzahl von Leukämiezellen in seinem Körper hat.

Danach erhält der Patient eine Chemotherapiebehandlung, um alle übrigen Leukämiezellen im Körper zu zerstören.

Die gesunden Knochenmarkzellen werden dann wieder zurück in den Körper des Patienten injiziert.

Spenderlymphozytengabe

Bei Patienten mit einem Rückfall der Erkrankung nach allogener Stammzelltransplantation kann die Gabe von Immunzellen des Spenders (Spenderlymphozyten) durchgeführt werden. Diese Behandlung führt zu einer Immunreaktion des transplantieren Spenderlymphozyten gegen die Leukämiezellen des Empfängers und kann diese eliminieren. Eine wichtige Nebenwirkung der Therapie stellt die Reaktion der Zellen gegen gesundes Spendergewebe dar (sogenannte Graft-versus-Host Erkrankung), jedoch profitiert in der Summe die Mehrzahl der Patienten von einer solchen Spenderlymphozyteninfusion.